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Workshop zur Vorbereitung auf Mauthausen-Exkursion und Stolpersteinrundgänge

Wie konnte es so weit kommen – und was hat das mit uns heute zu tun? Im Workshop mit Informationsoffizier Major Ingo Stefan setzten sich die Schülerinnen und Schüler der BHAK/BHAS Grazbachgasse kritisch mit Demokratie, Verantwortung und Zivilcourage auseinander. Anhand eines historischen Beispiels aus Graz wurde Geschichte greifbar und zur Grundlage für die Vorbereitung auf die Exkursion nach Mauthausen und die Stolpersteinrundgänge.

An der BHAK/BHAS Grazbachgasse nahmen die Klassen 4AK, 4BK, 4CK, 4EK, 3AS und 3BS an einem einstündigen Workshop mit Informationsoffizier Ingo Stefan teil. Ziel der Veranstaltung war die inhaltliche Vorbereitung auf die bevorstehende Exkursion in die KZ-Gedenkstätte Mauthausen sowie auf die Stolpersteinrundgänge der Handelsschulen.
Zu Beginn setzten sich die Schülerinnen und Schüler im Rahmen digitaler Umfragen und kurzer Gruppendiskussionen mit grundlegenden Fragen zu Staat, Demokratie und persönlicher Verantwortung auseinander. Dabei standen Begriffe wie Sicherheit, demokratische Werte und gesellschaftliches Engagement im Mittelpunkt. Im zweiten Teil des Workshops wurde anhand des interaktiven Formats „Lynchjustiz. Die Fliegermorde von Graz am 4. April 1945“ ein konkretes historisches Beispiel bearbeitet. An verschiedenen Stationen analysierten die Schülerinnen und Schüler Rollen von Tätern, Opfern und Mitwirkenden sowie Mechanismen von Propaganda und Rechtfertigung von Gewalt.
Abschließend wurden die Ergebnisse gemeinsam reflektiert und in einen größeren historischen Zusammenhang eingeordnet. Dabei wurde insbesondere thematisiert, wie es zur Entstehung eines totalitären Regimes kommen konnte und welche Lehren daraus für die Gegenwart gezogen werden können. Der Workshop regte die Jugendlichen dazu an, ihre eigene Rolle als verantwortungsbewusste Mitglieder einer demokratischen Gesellschaft zu hinterfragen.

Mag. Michael Luger